Chronik Albershausen

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Entstehung und Entwicklung – Gründungsjahr 1925

Die  ersten Begegnungen mit dem neuapostolischen Glauben wurden 1923 von Georg Jauß, wohnhaft in Uhingen-Sparwiesen, initiert. Er wurde 1923 in Hattenhofen, der Muttergemeinde von Albershausen, von Apostel Gutbrod versiegelt. Seinem Eifer und persönlichen Einsatz war es zu verdanken, dass im November 1924 die ersten 12 Glaubensgeschwister in Hattenhofen versiegelt werden konnten.

Georg Jauß
G. Jauß
Apostel Karl Gutbrod
Apostel Gutbrod

Zu den Pionieren gehörte auch Jakob Schwarz und seine Frau Katharine. Sie betrieben in Albershausen eine Schmiede und eine kleine Landwirtschaft.

Schmiedemeister Jako Schwarz und Frau Katharine vor ihrer Schmiede (ca. 1936)
Schmiedemeister Jakob Schwarz und Frau Katharine vor ihrer Schmiede (ca. 1936)

Als sich Georg Jauß auf einer seiner vielen Einladungsabende begab, sprach er zuvor ein Gebet: “Lieber Gott, lass uns eine Familie finden, ein Haus wo wir als Friedensboten aufgenommen werden.” Dieses Haus sollte er an diesem Abend finden, Familie Beck aus der Herzenhalde in Albershausen. Im Gespräch hat sich Georg Jauß an diesem Abend als Friedensbote vorgestellt und von seinem Glauben berichtet. Die Mutter des Hauses zog nach einigem Widerstreben plötzlich einen Brief hervor, welchen Sie am selben Tag von ihrer Tochter, die in Holland war, erhalten hatte. Die Tochter schrieb unter anderem: “Mutter nimm die Friedensboten auf, die zu Dir gesandt sind”! Für alle Anwesende ein Glaubenserlebnis. Bei der Famile Beck konnten dann unter der Woche die ersten Gottesdienste in Albershausen im Jahr 1924 gehalten werden.

Vor dem Haus Beck (1924) 1. Reihe von rechts: BÄ Schuster, Bischof Kröner, Apostel Schall
Vor dem Haus Beck (1924)
BÄ Schuster, Bischof Kröner, Apostel Schall

Im Jahr 1925, dem Gründungsjahr der Gemeinde Albershausen, stellte Margarete Kälberer, wohnhaft in der Ebersbacher Straße 8, ein Zimmer ihres Hauses zum Abhalten der Gottesdienste zur Verfügung.

Erste Versammlungsstätte (1925) - Ebersbacher Straße 8
Erste Versammlungsstätte (1925) – Ebersbacher Straße 8

Vorsteher der jungen Gemeinde Albershausen wurde Priester Karl Frank aus Hattenhofen.

Priester Karl Frank mit Ehefrau (sitzend) und den beiden Töchtern (Martha und Maria vlnr)
Priester K. Frank mit Familie

Die Gemeinde entwickelte sich rasch weiter, so dass die Versammlungsstätte in der Ebersbacher Straße bald zu klein wurde. Bruder Georg Jauß, der am 15.11.1924 in Hattenhofen durch Apostel Gutbrod das Diakonenamt empfing und am 10.11.1927 in Göppingen zum Priester ordiniert wurde, mit dem Auftrag, ab sofort der Gemeinde Albershausen als Vorsteher zu dienen, entschloß sich in der Sparwieser Straße ein Wohnhaus mit Gottesdienstlokal zu erstellen. Die Freude im Juli 1927 war sehr groß als Bischof Kröner aus Ulm im Jahr 1927 die Versammlungsstätte weihte. Dieses Kirchenlokal sollte bis zum Oktober 1955 als Versammlungsstätte dienen.

Bischof Kröner (4.vl) mit weiteren Amtsträgern am Einweihungstag
Bischof Kröner mit weiteren Amtsträgern am Einweihungstag
Wohnaus mit Kirchenlokal in der Sparwieser Straße
Wohnaus mit Kirchenlokal in der Sparwieser Straße

Die Einladearbeit wurde auf das benachbarte Uhingen ausgedehnt. Von dort kamen nun ständig Gläubige nach Albershausen in den Gottesdienst. Im Jahr 1929 konnten zehn Gläubige und im Jahr 1930 zwölf Gläubige aus Uhingen versiegelt werden. Bruder Wilhelm Steiner, der spätere Hirte und Vorsteher der Gemeinde Uhingen wurde am 19.08.1931 in das Diakonenamt ordiniert. Am 1. Dezember 1931, sechs Jahre nach der Gemeinde Albershausen, wurde die Gemeinde Uhingen selbstständig. Es wurden 26 Geschwister von Albershausen nach Uhingen überwiesen.

Der 14. Dezember 1930 war ein besonderer Tag für die junge Gemeinde, denn Apostel Schall hatte seinen Besuch angekündigt. In diesem Gottesdienst empfing Bruder Jakob Zimmermann das Diakonenamt und somit war er der erste Amtsträger, der nebst dem Vorsteher Georg Jauß aus der Gemeinde stammte. Am 1. Februar 1939 wurde er zum Priester ordiniert und verzog im März desselben Jahres nach Uhingen.

Jakob Zimmermann
J. Zimmermann

Die weitere Entwicklung der Gemeinde war gekennzeichnet von einem stetigen Wachstum, sodass Ende 1951 die Gemeinde 87 Geschwister zählte. Für die Gemeinde waren zur damaligen Zeit 3 Priester und 1 Diakon beauftragt.

Gemeinde Albershausen mit Konfirmanden (1934)
Gemeinde Albershausen mit Konfirmanden (1934)

Die Gemeinde wuchs bis zum Jahre 1955 auf 103 Geschwister, was zu einer zunehmenden Enge im bisherigen Kirchenlokal führte. Bezirksapostel Schall genehmigte daraufhin den Bau einer eigenen Kirche. Priester Karl Beck stellte hierfür einen Bauplatz in der Herzenhalde in Albershausen zur Verfügung und noch im Jahr 1954 wurde mit dem Bau begonnen. Zur damaligen Zeit wurde noch viel Eigenleistung erbracht und die Geschwister opferten viele Stunden, um den Kirchbau voran zu treiben.

Am 8. Oktober 1955 war es soweit, Apostel Herrmann hielt den Weihe-Gottesdienst und übergab die Kirche der versammelten Gemeinde als eine Stätte Gottes. Diese Kirche diente der Gemeinde Albershausen bis zum Jahr 1974. Danach wurde sie abgerissen, da sie nicht mehr den baupolizeilichen und sanitären Vorschriften entsprach.

Kirche Albershausen (1955-1974)
Kirche Albershausen (1955-1974)

Am 24. Mai 1964 wurde der Vorsteher Georg Jauß nach Erreichen der Altersgrenze durch Apostel Herrmann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Zum neuen Vorsteher wurde Priester Hans Uhlmann aus Uhingen beauftragt, der bis dahin als Vorsteher in Hattenhofen gewirkt hat.

Hans Uhlmann (1980)
H. Uhlmann (1980)

Im Jahr 1974 wurde mit den Neubau der Kirche begonnen. Während der Bauzeit besuchte die Gemeinde die Gottesdienste in Uhingen. Der Neubau wurde im Jahr 1975 abgeschlossen und mit dem Einweihungs-Gottesdienst durch Apostel K. Kühnle wurde gleichzeitig das 50-jährige Jubiläum der Gemeinde gefeiert.

Baustelle (1974)
Baustelle (1974)
Neues Kirchengebäude (1975)
Neues Kirchengebäude (1975)

In einem Gottesdienst am 3. Mai 1987 in Uhingen wurde der bisherige Vorsteher der Gemeinde Albershausen, Hans Uhlmann, durch Apostel Keck mit der Leitung der Gemeinde Uhingen beauftragt und gleichzeitig von seinen Aufgaben in Albershausen entbunden. Der bisherige Vorsteher der Gemeinde Nassach, Hermann Keller, wurde von Apostel Keck als Vorsteher für die Gemeinde Albershausen beauftragt.

Am Jahresende 1992 zählte die Gemeinde Albershausen 131 Mitglieder.